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Von 1897 bis 1951 verkehrte die Schwarzbachbahn von Hohnstein nach Goßdorf-Kohlmühle (Sächs. Schweiz). Der Schwarzbachbahn e.V. stellt sich auf seiner offiziellen Homepage vor.

Schmalspurbahn Kohlmühle - Hohnstein (Sächsische Schweiz)

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Die Stahlgiesserei Gustav Krautheim zu Chemnitz:

Der Firmengründer Gustav Krautheim wurde am 21.11.1857 in Asch in Böhmen geboren. 1888 ging der damals 31 jährige nach Chemnitz und gründete in der damaligen ZwickauerQuelle: Prospekt Fa. Krautheim Straße 106 eine kleine Gießerei.

Doch schon 3 Jahre später siedelte er an die heutige Schiersandstraße um. Im Oktober 1915 begann im Stadtteil Borna der Bau eines weiteren Werkes. 1916 nahm G. Krautheim die damals bedeutendste sächsische Stahlgießerei in Betrieb. An diesem Standort in der Sandstraße 116 hatte die Firma auch einen Gleisanschluß an den Bahnhof Chemnitz-Küchwald der Staatsbahnstrecke nach Leipzig.

Das Werk war für die modernsten Verfahren der Stahlerzeugung mit einem Bessemer-, einem Siemens-Martin- und einem Elektro-Ofen ausgerüstet und für eine Jahresleistung von 12.000 t ausgelegt. Das Bessemer-Verfahren zur Veredelung von Gusserzeugnissen wurde bei Krautheim weiterentwickelt und verbessert. Quelle: Prospekt Fa. KrautheimHaupterzeugnisse waren u. a. Zahnräder, Gesenke, Brecherbacken, Kammwalzen, Walzenringe, Laufräder, Kolben, Ventil- und Dynamogehäuse sowie Achslager und Kupplungsteile für Schienenfahrzeuge. Im Werk Altendorf (Schiersandstraße) wurden weiter Gusseisenerzeugnisse hergestellt.

1922 wandelte der bereits erkrankte G. Krautheim die Gießereien in Altendorf und Borna von einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts in eine Aktiengesellschaft um. 1926 starb er und wurde auf dem Städtischen Friedhof (Wartburgstraße) in Chemnitz beigesetzt.

Die Weltwirtschaftskrise setzte auch der G. Krautheim AG durch Auftragsrückgänge stark zu. Es wurden weiterhin auch Gusserzeugnisse für die Deutsche Reichsbahn hergestellt. Ab 1938 wendete man sich verstärkt der Produktion von Rüstungsgütern zu.

Im Frühjahr 1945 wurde das Werk Borna durch einen Fliegerangriff teilweise zerstört. Nach teilweiser Demontage in den Jahren 1945/46 erfolgte 1946 die allmähliche Inbetriebnahme der beiden Werke und durch eine Direktive der sowjetischen Militäradministration am 1. Dezember 1946 die Enteignung und der weitere Ausbau.

Die Bezeichnung der Eisengießerei G. Krautheim nach Kriegsende ist unklar. Einerseits firmierte sie als Metallurgische Aktiengesellschaft G. Krautheim, aber auch (ab 1946) als Stahl- und Eisengießerei vorm. G. Krautheim der Abteilung der Staatlichen Sowjetischen Aktiengesellschaft (SAG) "Marten". Die offizielle Zuordnung zur SAG "Marten" erfolgte jedoch erst nach der Enteignung mit der Übernahme-/Übergabeverhandlung am 27. März 1947.

Mit Auflösung der SAG in Deutschland wurde das Werk zum 1. Januar 1954 in den Besitz der DDR übereignet und firmierte als VEB Stahlgießerei Karl-Marx-Stadt. Etwa zu dieser Zeit erhielt man eine Neubau-Industriedampflok aus dem VEB Lokomotivbau "Karl-Marx" Babelsberg (LKM 133011; 1954;  Ch2t; 400 PS).

Per 1. Juli 1963 wurde das Werk zum Stammbetrieb und Sitz der Werkleitung des neugegründeten Gießereigroßbetriebs VEB Gießerei "Rudolf Harlaß" Karl-Marx-Stadt. 1965 erhielt man eine weitere Werklok, es handelte sich um eine V18B (LKM 261454; 1965; Bdh)

Zum 1. Januar 1979 ging der VEB Kombinat Stahlguss Karl-Marx-Stadt in den Rechtsnachfolger VEB Stahlgießerei Karl-Marx-Stadt über und wurde als Kombinatsbetrieb dem VEB Kombinat Gießerei- und Gusserzeugnisse (GISAG) Leipzig zugeordnet. Am 1. Oktober 1987 erfolgte die Ausgliederung aus dem VEB Kombinat GISAG und die Eingliederung in den VEB Kombinat Schienenfahrzeugbau Berlin. Am 11. Juli 1990 wurde der VEB Stahlgießerei Karl-Marx-Stadt aus dem Handelsregister gelöscht. Als Rechtsnachfolger fungierte die Eisen- und Stahlgießerei Chemnitz GmbH.
Während das Zweigwerk an der Bernhardstraße um 1992 abgewickelt wurde, läuft im Stammwerk an der Sandstraße noch eine bescheidene Produktion, die aber nur noch einen Teil der alten Werksanlagen benötigt. Der Gleisanschluss wird nicht mehr genutzt.

Anlässlich des 150. Geburtstages von Gustav Krautheim wurde 2008 auf der Schiersandstraße 15 in Chemnitz eine Gedenktafel enthüllt.

 

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Letzte Bearbeitung am 13.02.12